Jeder Mensch hinterlässt heute ein digitales Leben: Online-Banking, E-Mail, Krypto, Abonnements. Was passiert damit nach dem Tod – und wer hat Zugang?
Durchschnittlich hinterlässt ein Mensch heute über 70 aktive Online-Konten. Online-Banking, E-Mail-Postfächer, Krypto-Wallets, Paypal-Guthaben, Streamingdienste, Social-Media-Profile – und all das ist für Erben ohne Vorbereitung kaum zugänglich.
Theoretisch erben Hinterbliebene alle digitalen Assets – auch das Guthaben auf PayPal oder in einer Krypto-Wallet. Praktisch sind diese Werte ohne die Zugangsdaten schlicht verloren. Großanbieter wie Apple haben zwar Verfahren zur Identitätsprüfung, aber diese dauern Monate und sind nicht immer erfolgreich.
Online-Banking und Depots bei Direktbanken. E-Mail-Konten bei Gmail, GMX, web.de. Social-Media-Konten: Facebook, Instagram, LinkedIn, TikTok. Cloud-Speicher: iCloud, Google Drive, Dropbox. Krypto-Wallets und Exchanges. Streaming und Abonnements. Online-Shops mit Guthaben: Amazon, eBay, Etsy. Domains und Websites. Digitale Werkzeuge: Datev, Buchhaltungssoftware.
Ein strukturiertes Dokument, das alle wichtigen Zugänge enthält. Es muss sicher aufbewahrt und Vertrauenspersonen bekannt sein. Im Notfallordner hinterlegt, ist es im Ernstfall sofort verfügbar.
Wichtig: Das Dokument sollte aktuell gehalten werden. Wer regelmäßig Passwörter ändert, muss das Dokument entsprechend anpassen.
Facebook ermöglicht die Festlegung eines Nachlasskontakts und einen Gedenkstatus. Instagram und andere Plattformen haben ähnliche Optionen. Schreiben Sie auf, was mit Ihren Profilen geschehen soll – löschen, Gedenkstatus, oder ein letzter Post durch eine Vertrauensperson.
Netflix, Spotify, Amazon Prime, Zeitungsabos – ohne Kündigung laufen alle weiter. Eine Liste aller aktiven Abonnements im Notfallordner spart Erben Zeit und Geld.
Die kostenlose Vorlage im Download-Bereich hilft Ihnen, alle digitalen Zugänge strukturiert zu dokumentieren – sofort nutzbar.