Viele Testamente sind rechtlich unwirksam – weil eine Unterschrift fehlt, die Schrift unleserlich ist oder wichtige Regelungen fehlen. Hier erfahren Sie, worauf es wirklich ankommt.
Das Testament ist das wichtigste Dokument der Nachlassplanung – und gleichzeitig das am häufigsten falsch ausgefüllte. Jedes dritte selbst verfasste Testament enthält Fehler, die es anfechtbar oder sogar ungültig machen.
Grundsätzlich gibt es zwei Wege: das handschriftliche (eigenhändige) Testament und das notarielle Testament. Beide sind rechtlich gleichwertig – aber sie haben sehr unterschiedliche Risikoprofile.
Es kostet nichts und kann sofort verfasst werden. Aber: Es muss vollständig von Hand geschrieben sein – kein einziges getipptes Wort ist erlaubt. Datum und Ort müssen angegeben sein, die Unterschrift mit vollem Namen ist Pflicht. Wer das unterschätzt, riskiert die Ungültigkeit des gesamten Dokuments.
Der Notar beurkundet Ihren letzten Willen. Es kann diktiert werden, der Notar prüft auf Rechtssicherheit, und das Dokument wird automatisch beim Nachlassgericht hinterlegt. Kosten: je nach Vermögen etwa 100 bis 500 Euro. Für viele Menschen die klügere Wahl.
Eheleute setzen sich gegenseitig als Alleinerben ein, die gemeinsamen Kinder erben erst beim Tod des Letzten. Klingt sinnvoll – ist es aber nicht immer. Das Problem: Die Kinder erben beim Tod des Erstversterbenden nichts. Ihr Freibetrag von je 400.000 Euro verfällt. Beim zweiten Todesfall fällt die gesamte Erbschaft auf einmal an – und wird dann komplett versteuert.
Mit einem gut gestalteten Testament lässt sich das vermeiden – zum Beispiel durch Vermächtnisse, Vor- und Nacherbschaft oder gezielte Schenkungen zu Lebzeiten.
Ein vollständiges Testament regelt mindestens diese Punkte: Wer erbt was und zu welchem Anteil. Was passiert mit Immobilien. Wie wird mit Pflichtteilsansprüchen umgegangen. Wer wird Vormund für minderjährige Kinder. Gibt es Vermächtnisse für bestimmte Personen oder Organisationen.
Immer dann, wenn es um Immobilien, Unternehmen, Patchwork-Familien oder größere Vermögen geht. Auch wenn Sie möchten, dass Ihr Testament unanfechtbar ist. Der Gang zum Notar ist eine der günstigsten Versicherungen, die Sie für Ihre Familie abschließen können.
In einem kostenlosen Gespräch klären wir, welche Testamentsform für Ihre Situation sinnvoll ist – und was Sie unbedingt regeln sollten.